Mittelständische Unternehmen kämpfen für E-Fuels

Mittelständische Unternehmen kämpfen für E-Fuels

(trd/akz-o) „E-Fuels for Future“ – dieser Slogan begegnet Autofahrern derzeit u.a. an über 1.000 Tankstellen, an Tankwagen, in rund 2.000 freien Werkstätten sowie an zahlreichen Lieferfahrzeugen des freien Kfz- Teilehandels. Mit der gleichnamigen Kampagne soll das Interesse der Autofahrer für klimaneutrale, synthetische Kraftstoffe, sogenannte E-Fuels, geweckt werden. Darüber hinaus werden auch Endverbraucher im Wärmemarkt angesprochen, denn über 100 Heizölhändler unterstützen die Kampagne ebenfalls und unterrichten ihre Millionen Kunden über synthetische Brennstoffe. Unter www.e-fuels.de ist eine Website geschaltet, auf der sich die Menschen über den Einsatz von E-Fuels im Kraft- und im Brennstoffmarkt sowie im Schmierstoffbereich informieren können.

Laut den Experten des UNITI e.V., die die Kampagne initiiert haben, sind E-Fuels unverzichtbar, wenn Deutschland das ambitionierte Ziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 erreichen will und dabei auch seinen Wohlstand behalten möchte. So lassen sich nur mit füssigen E-Fuels Erneuerbare Energien wirtschaftlich und technisch sinnvoll aus wind- und sonnenreichen Regionen der Erde nach Deutschland importieren, um damit eine drohende große Lücke bei der Deckung des Bedarfs an Erneuerbaren Energien zu vermeiden.

E-Fuels mit zahlreichen Vorteilen im Verkehrssektor und im Wärmemarkt

Für die Autofahrer bieten E-Fuels zahlreiche Vorteile: Sie können in beliebigen Anteilen Benzin und Diesel beigemischt werden oder diese sogar vollständig ersetzen. Technische Anpassungen am Auto sind dafür nicht erforderlich. E-Fuels würden wie gewohnt an der Zapfsäule getankt. Der gesamte Bestand von 58 Millionen Kraftfahrzeugen in Deutschland könnte damit klimaneutral gemacht werden – für Autofahrer teure Investitionen in neue Elektroautos oder für den Aufbau einer vom Steuerzahler mit vielen Milliarden Euro subventionieren Ladeinfrastruktur wären mit E-Fuels nicht erforderlich. Mit synthetischen E-Fuels könnten darüber hinaus die vielen Millionen Ölheizungen in Deutschland klimaneutral betrieben werden, ohne dass große Investitionen in Gebäude notwendig wären oder die Heizungen umgestellt oder technisch angepasst werden müssten.

Kampagne soll Verbraucher informieren und Politik wachrütteln

Über Vorteile wie diese möchte „E-Fuels for Future“ die Verbraucher gut sichtbar informieren und einen wachrüttelnden Appell an die Politik zu richten, die geeigneten Rahmen- bedingungen für den Hochlauf der E-Fuels zu schaffen. Bislang liegt der Fokus des Gesetzgebers im Verkehrssektor einseitig auf der Förderung der Elektromobilität; im Wärmemarkt werden synthe- tische Brennstoffe von der Politik ausgebremst. Die Experten des UNITI e.V. fordern stattdessen mehr Technologieoffenheit sowie Wettbewerb um die besten Lösungen. Alle Ansätze, die den Klimaschutz voranbringen und Vorteile für Verbraucher haben, sollten berücksichtigt werden.

(Fotos: UNITI e.V./TRD Wirtschaft und Soziales/akz-o)

 

 
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